Fragen

Irgendwo auf Facebook war da mal wieder so eine Geschichte. Meine Kurzfassung davon: “Ich habe es meinem Reitschüler gleich gesagt, aber er wollte nicht auf mich hören und jetzt ist das Pferd tot!”

Das erinnerte mich lebhaft daran, wie ich in meinen Anfängen als Alexander-Lehrerin mit einer potentiellen Klientin über ihre Skoliose sprach. “Ach, meinte ich frohgemut, das ist kein Problem, das können wir ändern.” Ich habe nie wieder etwas von dieser Frau gehört, was mich damals einigermaßen verdutzt hat. Schließlich hätte ich ihr doch helfen können!

Heute ist mir klar, daß ich da mal eben heftig ein Bild angegriffen habe, das sich ein anderer Mensch über lange Zeit von sich selbst gemacht hat. Ein aussagekräftiges Bild mit vielen Farben und Schattierungen, das ich einfach nicht zu würdigen wußte.

Heute kann ich mit solchen Situationen besser umgehen, ich habe da doch einiges im Laufe der letzten Jahre lernen dürfen. Und trotzdem…

Immer noch treibt es mich gelegentlich um. Wie gehe ich damit um, wenn es an’s sogenannte Eingemachte geht? Wie mache ich KlientInnen einen Veränderungsprozess schmackhaft, dessen Intensität und Reichweite sie so nicht erwartet haben? Wie kann ich möglichst gut ermutigen, unterstützen, stärken?

Wie seht Ihr das? Welche Erfahrungen habt Ihr mit diesem Thema?
Wie möchtet Ihr ermutigt, unterstützt, gestärkt werden?
Schreibt mir, ich bin gespannt!
Eure Claudia