Tage wie dieser

Eigentlich war alles wie immer, heute morgen.

Weckerklingeln, aufstehen, vergnügt in den Tag schauen.

Erste Hunde-Runde. Da geht’s auch schon los: Eine Nachbarin kommt quer über die Straße auf uns zu, ich kann nicht rechtzeitig ausweichen - und schon hängt mein Hunde-Sensibelchen wild kläffend in der Leine. Angriff ist einfach die beste Verteidigung, aus seiner Sicht.

Meine Sicht und die der Nachbarin ist natürlich eine andere, aber um die meinem Hund zu vermitteln, muß ich schnell sein und das war ich heute augenscheinlich nicht. Aber gut, frau kann nicht immer gewinnen.

Weiter geht’s, unterwegs für die Nachbarschaftshilfe. Eigentlich immer ein Vergnügen, heute aber eine Diskussion, die sich schon fast wie Streit anfühlt. Hm…

Nach Hause, sauber machen, keine Lieblingsbeschäftigung. Zweite Hunde-Runde. An der S-Bahn liegt ein überfahrenes Wiesel, ich bin kurz vorm Weinen. Und muß ich noch erwähnen, daß es zwischendrin anfängt zu regnen? Als die Hunde und ich heimkommen, sehen wir aus wie eine Schlammpfütze auf 10 Beinen, perfekt für eine frisch geputzte Wohnung.

Irgendwas läuft grad mächtig schief. Was tun?

Decke über den Kopf und den Rest des Tages verkriechen? Mich über irgendeine Kleinigkeit fürchterlich aufregen? Lautstark mit dem Schicksal hadern, das mir diesen doofen, doofen Tag beschert? Alles sehr verlockend!

Stattdessen: Ruhe bewahren. Mich daran erinnern, daß gleich noch eine meiner Lieblingsklientinnen kommt. Und auf dem AB ist eine Nachricht: Die Pinakotheken planen eine Art Sommerfest und möchten, daß ich Teil des Programms bin. JUCHEE!

Durchatmen. Es gibt eigentlich immer einen Lichtblick, etwas Schönes zu entdecken. Wie toll!

Ihr hattet hoffentlich auch einen schönen Tag?
Eure Claudia.