Sogwirkung

Hundespaziergang. Entspanntes Miteinander, vergnügtes Geschnupper hier und da. Plötzlich - wildes Gerausche und Geflatter neben uns, ein Schwarm Rebhühner. Ja, Rebhühner! Die sind inzwischen sehr selten. Also hoffen wir mal alle auch zu ihren Gunsten auf das Volksbegehren :-)

Zurück zu unserem Spaziergang. Die Hunde sind natürlich begeistert, wissen aber, daß Aufregen nicht richtig lohnt, wenn das andere Tier Federn hat. Und an der Leine sind sie außerdem. Und darüber bin ich verdammt froh, denn die Rebhühner lösen eine tolle Kettenreaktion ein paar hundert Meter weiter aus. REHE! Fünf rennende Rehe, aufgeschreckt durch die Vögel.

Auf der Jagd

Oh, ein Fest für meine beiden jagdlich ambitionierten Vierbeiner! Da widersetzen sie sich hartnäckig allen Erziehungsmaßnahmen, da schaltet jegliche denkende Struktur ab und sie sind nur noch JÄGER. Und ich stehe da und bändige knapp 50 Kilo wild gewordene Hundemasse.

Widersetzen

Das Wichtigste: der Sogwirkung widerstehen. Selber wild werden und rumschreien, das scheint das Naheliegenste. Ist aber auch das Gefährlichste!

Warum? Stell Dich doch einfach mal selber hin und schrei ein bißchen. Also, schon ordentlich, LAUT. Genau. Ging das ohne größere Körperbewegung? Nein? Das ist der springende Punkt, Du gerätst dabei in Bewegung. Und bist anfälliger für Dysbalancen. Für Dich alleine hoffentlich kein Problem. Und für mich als Alexander-Frau erst recht nicht. Aber mit zwei Hunden? Da sieht die Sache schon anders aus!

Haltung bewahren

Also Ruhe bewahren und auf den eigenen Körper gucken. Füße, Kopf, der ganze Rest dazwischen, Balance. Und die Hunde in die andere Richtung mitnehmen. Trau Dich! Da zählt jetzt der Wille. Und eine Körperhaltung, die etwas einfordert. Manchmal nicht so einfach… Aber ich hab’s hingekriegt :-) Wir sind wieder heile daheim. Und die Rehe auch.

Ich wünsche Dir erfolgreiches Widerstehen bei der nächsten Sogwirkung, die Du triffst!
Deine Claudia.

P.S. Das schöne Foto von Pinsel und mir hat Caspar Schmidt gemacht.