Der Moment: Geschichten

Habe ich schon erzählt, daß ich mal Buchhändlerin war?

Ich habe es geliebt, mit anderen Menschen über Bücher zu reden, neue Schätze, neue Geschichten zu entdecken. Damit war’s vorbei, als ich studieren ging. Aber noch heute vermisse ich manchmal diesen Austausch. Vielleicht kommt daher mein Faible für Interviews. Und entsprechende Zeitschriften.

Wenn ich also in einem Zeitschriftenladen bin, komme ich in der Regel mit zweierlei wieder raus: mit was Schönem zum Thema Nähen und einer Zeitschrift wie Galore. In Ausgabe 32 war ein Gespräch mit Sebastian Fitzek, das mich gleich an mehreren Stellen aufmerken ließ. Eine Kostprobe:

Galore: “Denken Sie oft über die Wirkung von Geschichten nach?”
Sebastian Fitzek: “Permanent!…”

Diese Stelle ließ mich vor allem aufhorchen, weil wir uns ja nicht nur mit Geschichten anderer beschäftigen, sondern uns auch immer wieder Geschichten über uns selbst erzählen.

Was sind das für Geschichten, was erfahren wir da? Sind es Geschichten über häßliche Entlein? Oder über stolze Ritterinnen? Sind es viele verschiedene Geschichten? In bunt oder in schwarzweiß? Welches ist meine Lieblingsgeschichte?

Und verändert sich meine Lieblingsgeschichte im Laufe der Zeit? Vielleicht mit jedem Tag, mit jedem Moment? Darf sie sich verändern? Oder halte ich - vielleicht schon ganz verkrampft - immer an derselben Version fest?

Für mich war heute jedenfalls ein Tag, an dem ich meine Lieblingsgeschichte um ein neues Kapitel erweitert habe. Und ich bin jetzt schon gespannt auf die Wirkung!

Magst Du mir von Deiner Lieblingsgeschichte erzählen?
Ich freue mich schon jetzt darauf!
Deine Claudia