Der Moment: Einkochen

Mich treiben immer noch die Zitronen und deren Verarbeitung um.
Habt Ihr inzwischen selbst mal experimentiert?

Marmelade kochen

Mit Sirup? Oder vielleicht habt Ihr ja auch schon Marmelade eingekocht? Da gibt es immer diesen Moment, in dem man den sehr vollen, sehr kochenden Topf möglichst schnell umfüllt in erheblich kleinere Gefäße. Die ebenfalls sehr heiß sind, weil sie zugunsten der Haltbarkeit erst mit kochendem Wasser ausgespült werden und dann noch ein paar Minuten bei ca. 140 Grad im Backofen sterilisieren.

Die ganze Geschichte ist also schwer und heiß und potentiell hektisch. Das schreit geradezu nach effektivem, nach alexandrischem Handeln, wenn was Gutes dabei rauskommen soll.

Machen statt quatschen

Nun reden wir Alexander-Menschen ja immer gerne von Innehalten, vom Ausbremsen problematischer Gewohnheiten zugunsten von was Neuem, Leichteren. Was heißt das in so einer Situation, wie soll das gehen? Oder ist da nicht einfach doch nur MACHEN gefragt?

Jein. Ich stand tatsächlich nicht da und hielt inne, mit dem vollen Topf in den Händen. Nein, ich schüttete beherzt drauflos. Aber gleichzeitig war ich auch die Beobachterin meiner selbst. Und so hatte ich sehr schnell raus, daß die ganze Geschichte steht und fällt mit der Ausrichtung meines Blickes.

Starre ich besorgt in den Topf mit all der Flüssigkeit? Dann geht’s garantiert daneben, der ganze Körper macht sich genauso steif wie mein Schauen. Und mein Blech klebt wie sonst was bei all der verkleckerten klebrigen Flüssigkeit :-)

Nein, wichtig ist der weiche Blick auf mein Ziel, auf die Mitte des Flaschenhalses. Dann kann sich mein restliches Ich bestens dazu sortieren, ganz störungsfrei. Und schwuppdiwupp, schon stehen da 27 Flaschen. Eine tolle Sache, so ein Leben mit Alexander-Technik :-)

Tschuldigung, klingt kitschig und nach Werbung. Aber ich mag’s einfach so gerne!
Und was mögt Ihr? Schreibt mir.

Eure Claudia.

P.S. Das Sirup-Rezept findet Ihr in meinem Beitrag über Rumspielen :-)