Der Moment: Rumspielen

Früher dachte ich immer, ich muß etwas einfach so können. Nähen, Flöte spielen, schreiben, egal… ich hab mir eigentlich nie Zeit genommen zum Ausprobieren, Rumspielen, lernen. Ich hab mich verdammt oft damit gestresst, in irgendetwas möglichst schnell möglichst gut zu sein. Hat natürlich nicht so ganz geklappt.

Also weg damit und was Neues ausprobiert. Gibt ja genug Themen auf dieser Welt. Nur: zufrieden war ich damit nicht. Und es war auch ganz schön anstrengend, immer die Coole zu geben, obwohl ich im Innern nur noch schreien wollte vor lauter Frust über das immerwährende Scheitern.

Das einzige Ding,bei dem ich dieses Scheitern nicht akzeptieren konnte, war das Zusammensein mit Pferden, das Reiten. Da ich aber Lernen nicht gelernt hatte, war auch das alles andere als einfach… Aber Aufgeben ging einfach nicht.

Und dann kam die Alexander-Technik. Und mit ihr genau das Ausprobieren, Rumspielen, lernen, das mir immer gefehlt hatte. Das hat meinem Zusammensein mit Pferden sehr, sehr gut getan.

Aber es hat mir auch noch ganz viel anderes beschert. Und damit sind wir bei dem Moment, in dem ich das erste Mal mit Zitronen experimentiert habe, mit dem Wunschresultat Sirup. Das Ergebnis war dermaßen köstlich, daß ich Wiederholungstäterin geworden bin. Heute war’s wieder soweit, 27 Flaschen zu je einem 1/2l. Ich liebe dieses experimentierende Leben :-)

Und Du? Du willst auch Sirup?
Okay.

Möglichst viele gute Zitronen kaufen.
Auspressen, Kerne raus.
Von ein paar Exemplaren Schale abraspeln, zum Saft geben.
Alles, was Du an Fruchtfleisch hast, auch rein.
Wasser dazu, nach Deinem Gusto. Experimentier mal :-)
Jetzt Zucker: ich nehme 1 Teil Zucker auf 2 Teile Saft. Aber auch hier ist Spielen erlaubt.
Aufkochen, ein paar Minuten sprudeln lassen und dann ab in sterile Flaschen.
Prost!

Deine Claudia

P.S. Raspel doch gleich ein paar mehr Zitronen und werf das Zeug in gutes Olivenöl. Super Sache für Salatsoßen!